Ein negativer Schufa-Eintrag kann dir das Leben schwer machen. Kein Kredit, kein Handyvertrag, keine Mietwohnung - wer einen schlechten Score hat, stößt überall auf verschlossene Türen. Hier erfährst du, was die Schufa ist, welche Daten sie speichert und wie du deine Auskunft kostenlos bekommst.
Was ist die Schufa?
Schufa steht für "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung". Die Schufa ist keine Behörde, sondern eine private Aktiengesellschaft. Sie sammelt Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern und Unternehmen. Daraus berechnet sie einen Score-Wert, der Auskunft über die Kreditwürdigkeit gibt.
Mehr als 10.000 Vertragspartner liefern Daten an die Schufa. Dazu gehören Banken, Sparkassen, Mobilfunkanbieter, Versandhändler und Energieversorger. Kennst du das? Du schließt einen Handyvertrag ab und unterschreibst die Schufa-Klausel, ohne groß darüber nachzudenken. Damit erlaubst du die Datenerhebung und -weitergabe.
Welche Daten speichert die Schufa?
- Allgemeine Daten: Name, Geburtsdatum, Anschriften
- Bankkonten und Kontoeröffnungen
- Laufende und abbezahlte Kredite
- Kreditkarten
- Verträge (Handy, Leasing, Energie)
- Bürgschaften und Kreditanfragen
Problematisch wird es bei negativen Einträgen: Rückstände bei Ratenzahlungen, Mahnverfahren, Vollstreckungsbescheide oder Insolvenzen. Solche Einträge drücken deinen Score-Wert deutlich nach unten.
Wie lange bleiben Einträge gespeichert?
Für verschiedene Daten gelten unterschiedliche Fristen. Erledigte Kredite werden nach drei Jahren gelöscht. Bei einer Privatinsolvenz wird die Restschuldbefreiung nach sechs Monaten entfernt - früher waren es drei Jahre. Nach Ablauf der Frist muss die Schufa die Daten löschen.
Kostenlose Schufa-Auskunft anfordern
- Schufa-Website aufrufen. Gehe auf schufa.de und suche nach "Datenkopie".
- "Kostenlose Datenkopie" wählen. Klicke auf "Jetzt beantragen".
- Formular ausfüllen. Trage deine persönlichen Daten ein und lade eine Kopie deines Personalausweises hoch.
- Auskunft prüfen. Die Datenkopie kommt innerhalb eines Monats per Post. Prüfe alle Einträge sofort.
Einmal pro Jahr hast du Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie. Nutze dieses Recht. Nicht alle gespeicherten Daten sind korrekt. Falls du einen fehlerhaften Eintrag findest, beantrage sofort die Löschung.
Der Schufa-Score erklärt
Der Score-Wert liegt zwischen 0 und 100 Prozent. Je höher, desto besser. Ein Wert über 97,5 Prozent gilt als sehr gut - du bist ein gern gesehener Kunde bei der Kreditvergabe. Zwischen 95 und 97,5 Prozent ist das Risiko für die Bank gering bis überschaubar. Unter 90 Prozent wird es schwierig.
Wie genau die Schufa den Score berechnet, ist nicht vollständig öffentlich. Bekannt ist: Pünktliche Zahlungen und ein langer positiver Verlauf wirken sich gut aus. Viele Kreditanfragen in kurzer Zeit oder offene Forderungen drücken den Wert nach unten.
Was tun bei negativem Eintrag?
Keine Panik. Ein negativer Eintrag ist nicht das Ende. Prüfe zuerst, ob der Eintrag berechtigt ist. Falls nicht, fordere die Löschung bei der Schufa an. Bei berechtigten Einträgen hilft nur Geduld: Begleiche offene Forderungen und warte die Löschfrist ab.
Es gibt in Deutschland keine Bank, die jedem einen Kredit geben muss. Aber das Zahlungskontengesetz verpflichtet alle Banken, jedem ein Basiskonto einzurichten. Dieses Konto läuft auf Guthabenbasis - eine Überziehung ist nicht möglich. Es bietet aber die grundlegenden Funktionen eines Girokontos.
ICQ